Was ist Meditation?
Meditation ist die Übung, geistig still zu sein, nicht zu denken.

Buddha in meiner Klause
In der Meditation sitzt man still (typischerweise mit verschränkten Beinen, im Lotossitz) und man ist aufmerksam.
Das ist alles.
In der Meditation denkt man nicht. Auch keine Musik. Denn ein Nachdenken oder Hören ist ein sich beschäftigen mit Vergänglichem oder Veränderlichem. Das Absolute, die Realität oder die Wahrheit (in den Religionen als Gott bezeichnet) ist weder mit den fünf Sinnesorganen noch mit dem Geist, dem Denken (engl. the mind) fassbar.
In dem Moment, wo Du denkst, ist auch ein Denker da. Als Denker bist Du getrennt von Gott. Wenn Du über Gott nachdenkst, dann ist auf der einen Seite Gott und Du bist auf der anderen Seite als Betrachter. Das widerspricht dem Eins werden.
Das Ziel der Meditation ist, nebst der Reinigung (Karma verbrennen), die Erleuchtung, das heisst die absolute Erkenntnis. Oder noch klarer formuliert: Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen dem Betrachter und dem zu Betrachtenden.
Das ist der Moment, wo sich der Wassertropfen mit dem Ozean vereint.
Und was ist Yoga?

Buddha im Eremo
Patanjali gibt in der 2. Sutra die Definition für Yoga (in Sanskrit):
Yogash chitta vritti nirodha. Yoga (oder Meditation) ist das Wirbeln (vritti) der Gedanken (chitta) zum Stillstand (nirodha) zu bringen.
Yoga ist ein mentales Training, das Denken zu unterbinden.
Yoga ist gleich Meditation!
Wenn mich die Leute fragen,
„machst Du Yoga?“,
so ist meine Antwort immer:
„Ja!“
Die meisten denken dann, ich könne den Handstand machen und mit den Füssen wackeln. :-))
